Zum Sterben zu viel zum Leben zu wenig.

Und du bist doch wieder raus

Freitag, damit wäre auch diese Woche mal wieder geschafft, aber Wochentag und Wochenende, da sind kaum noch Unterschiede zu erkennen, wenn man keine Aufgabe hat. Ja das Sportprogramm variiert jeden Tag ein bißchen und zu meiner Schande muss ich auch noch zugeben, dass ich immer noch nicht mein volles Sportprogramm auf die Bahn gebracht habe.Und kaum habe ich die Augen auf und prüfe meine E-Mails flattern mal wieder die ersten Absagen auf meine Bewerbungen in meinem Postfach ein. Dass ist so demotivierend. Worauf soll ich mich den noch bewerben? Assistentin, Praktikantin, Trainee, für keinen Job bin ich richtig, dass kann doch gar nicht wahr sein. Ich habe einen Bachelor, einen Master, kann mehrere Fremdsprachen und auch sonst bin ich nicht auf den Kopf gefallen und trotzdem erklärt mir jedes Unternehmen, dass es leider mal wieder nicht gepasst hat, auch wenn ich gemäß Stellenausschreibung alle Anforderungen des Profil erfülle. Dass ist zum kotzen, und das im wahrsten Sinne des Wortes, aber auch zum Kotzen fühle ich mich körperlich leider nicht in der Lage. Mir tut immer noch alles weh und ich bin Null fit. Dann tiefer ich mal wieder durch Bäckereien und Supermärkte und sehe mir an was ich mir so gerne alles einfach in die Figur drücken möchte einfach nur um irgendwoher Trost zu finden, aber ich weiß auch dass es kein wirklicher Trost sein wird. Viel mehr werde ich mich dann noch mehr haßen, verachten und nach noch mehr Trost hungern. Das ist ein ewiger Teufelskreis. Das Hamsterrad dreht und dreht und dreht sich. Das laufen darin macht mürbe und müde und führt nirgendwohin. Das schlimmste daran ist, dass ich mir dabei selber zusehe und trotzdem nicht einfach aufhören kann zu laufe aus Angst mich zu überschlagen. Aber einfach aus dem Rad aussteigen bekomme ich auch nicht auf die Kette. Wie konnte es soweit kommen. Wieso hat meine Krankheit so viel Raum einnehmen können, dass ich mit 32 Jahren in einer Millionen Stadt vollkommen alleine und isoliert da stehe. Vor allem weiß ich nicht wie ich mein Leben so radikal ändern soll, dass ich wieder zurück ins Leben komme. Dass kann man sich nicht vorstellen, aber es ist einfach so. Die Tatsache, dass ich nicht einmal einen Job bekomme, der mich aus der Isolation rausholen könnte ist Öl ins Feuer und die Lage wird immer vernichtender für mich als Person. Wie lange kann ich da noch gegen halten? Wie lange braucht ein Mensch bis er bricht? Das frage ich mich mittlerweile wirklich. Ich weiß das 20 % der essgestörten irgendwann an den Folgen der Krankheit sterben. Werde ich auch dazu gehören?

10.2.18 01:15

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