Zum Sterben zu viel zum Leben zu wenig.

Auf und ab

Kaum habe ich die Augen auf bin ich schon wieder down. Dass kann doch nicht wahr sein, so kann dass nicht weiter gehen. Obwohl mal ausnahmsweise die Sonne scheint fällt es mir unendlich schwer endlich aufzustehen. Warum auch? Da ist doch nichts außer die Angst vor dem nächsten Fressanfall. Aber dann irgendwann habe ich mich dann doch dazu durchgerungen entlich aus den Bett auf zu stehen. Ich schmeiße mich dann auch umgehend aufs Rad um nicht auf dumme Gedanken zu kommen. Dann kommt der Anruf, ich bekomme noch eine Weiterbildung, damit mein Profil evtl. doch noch atraktive genug für den ersten Arbeitsmarkt wird. Aber kaum habe ich mich dann endlich beim Bildungsträger angemeldet bekomme ich eine Mail, dass der Kurs aufgrund ungenügender Anmeldungen leider doch nicht durchgeführt wird. Und jetzt? Jetzt sitze ich wieder da, ohne Aufgabe ohne Ziel und ohne Sinn. Weiter Bewerbungen schreiben erscheint mir sooooo sinnlos, weil ich doch nicht eigeladen geschweige den angestellt werde. Aber da wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben als weiter zu machen. Kaum habe ich diese Nachricht verdaut und den Gedanken, dass ich nie wieder aus diesem Loch raus komme merke ich wie der Fressdruck exponentiell ansteigt. Zack sind die Gedanken an Eis und Küche sofort präsent. Also ziehe ich los in die Stadt, obwohl ich nicht will eigentlich bin ich nur mutlos, traurig und habe keine Kraft mehr. Statt dessen kaufe ich mir süßes Gebäck beim Bäcker, aber wehe es relative schnell weg und mache mich auf den Weg zum Sport. Allerdings werde ich es erst einmal mit zwei statt wie üblich drei Kursen versuchen. Bin aufgrund der Grippe immer noch nicht 100% fit. Zu Beginn der ersten Stunde habe ich das Gefühl nicht einmal diese Stunde wirklich durchhalten zu können. Am Ende der zweiten Stunde verurteil mein innerer Kritiker mich dann als Weichei und verfressener Nichtsnutz. Trozdem bleibe ich bei meinen Vorsatz erst einmal zwei statt drei. Dass sollte sich dann später noch rächen. Kaum bin ich aus dem Center raus ist das Eiskino wieder in vollem Gang. Daher beschließe ich erst einmal nach Hause zu gehen und eine kleine Süßigkeit zu essen. Kaum tue ich das verurteilt mich mein innerer Kritiker aufs Tiefste. Erst weniger Sport und dann auch noch essen. Was für eine Looserin bin ich den. Dann geht es richtig los. Der Eisgedanke wird unerträglich und ich weiß das der Rewe noch 15 min geöffnet hat. Also schmeiße ich mich noch einmal in meine Kleider und renne los um mir einen Pot Eis zu essen. Ich habe sie wirklich nicht mehr alle an der Waffel. Dann, kaum habe ich den Pot Eis gekauft beginne ich mich auch schon zu haßen. Ich will das nicht ich esse, esse , esse. Also gehe ich erst mal etwas spazieren und zöger das Öffnen der Eispackung so lange wie möglich heraus. Dann öffne ich den Pot aber doch noch und obwohl ich schon vollkommen durchgefroren bin beginne ich zu fressen. Aber auf einmal höre ich auf und werfe den scheiß einfach nur weg. Drehe um und gehe nach Hause. Ich bin so wütend und traurig, dass ich es erst einmal mit einer halben Stunde suchen versuche. Da dass nichts genutzt hat beginne ich wieder einmal mit vor dem Spiegel jeden vermeintlichen Pickel im Gesicht aufzukratzen, so dass ich am Ende aus sehe wie ein Allergiker. Mein ganzes Gesicht ist rot und dick. Ich verabscheue mich und haße mich. Aber dann ist der Tag auch schon fast geschafft. Ich beschließe einfach noch kurz zu telefonieren und dann den Tag beenden und ins Bett zu gehen. Aber auch das ist keine Erleichterung, denn dass Wochenende wird die Hölle ich bin alleine, habe keine Pläne bzw Aufgaben und werde wieder einmal nur um den Fressanfalll herum tanzen und hoffe, dass ich so lange wie möglich dagegen halten kann. Ich will mich nicht mehr immer nur ums essen drehen. Mal sehen wie schlimm es morgen wird. Ich habe Angst und bin mutlos, dass ich es wirklich schaffen kann das ganze Wochenende keinen scheiß zu machen.

17.2.18 01:21

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