Zum Sterben zu viel zum Leben zu wenig.

Ohne Bewusstsein

Aufstehen. Und dann geht es auch schon los der Blick aus dem Fenster verspricht schon alleine wegen dem Wetter einen schrecklichen Tag. Es regnet ohne Unterlass. Aber da nütz alles nichts ich werde es im Bett nicht aushalten, also raus aus den Feder und Frühstücken. Schon das kotzt mich an aber ich weiß das es mir helfen wird den Tag zu strukturieren. Dann bin ich auch schon wieder in meine Hamsterrad angekommen. In meinem Kopf hämmert die Frage wie ich einen Job bekomme, was ich wirklich kann, ob ich wirklich irgend etwas kann außer mich meiner Krankheit hingeben. Es kotzt mich an dass da nur noch depressive und destruktive Antworten sind weil meine Krankheit mein Leben so sehr bestimmt. Ja ich habe eine Krankheit aber ich bin diese nicht, auch wenn sie momentan meine Persönlichkeit fast vollkommen verdrängt hat. Da ist auch noch was anderes. Während ich mich um diese Gedanken drehe gehe ich zum Sport und zurück und wieder zum Sport und wieder zurück. Ich laufe durch die Geschäfte in der Innenstadt und suche nach irgendetwas, aber ich weiß nicht einmal was. Ich will einfach nur den Tag hinter mich bringen und nicht mehr all zu nass werden. Dann laufe ich wieder ferngesteuert irgendwann nach Hause um dann noch schnell meine Mouse zu essen bevor essen mal wieder auf den Home Trainer geht. Aber während der ganzen Zeit bin ich nicht wirklich anwesend mein Körper läuft rum und macht Sport aber meine Gedanken kämpfen gegen die Kapitulation und die vollkommene Hoffnungslosigkeit. Ich habe das Gefühl gedanklich permanent mit dem Kopf vor eine Wand zu laufen ohne zu sehen ob es vielleicht einen Weg um die Wand drum rum gibt, statt einfach dadurch laufen zu wollen. Ich stecke so fest, dass ich nichts mehr sehe. Ich habe das Big Picture verloren. Es muss doch irgend einen Job geben, der zu mir passt und der für mich auch erträglich ist ihn auszuführen. Das kann doch nicht wahr sein. Ich bin nicht vollkommen dumm und sehe auch nicht zu schlecht aus. Ich kann nett sein, ich kann arbeiten, ich kann schnell neue Prozesse lernen und auch sonst bin ich nicht vollkommen unfähig, aber irgendwie doch nicht für diese Welt geschaffen. Die einzigen Momente am Tag anderen mein Gedankenkreis unterbrochen wird sind die Momente in denen mein Körper sich mit Schmerzen in der Brust oder in den Händen meldet, außerdem bin ich beim Sport auf einmal wieder an dem Punkt dass ich schrecklich müde bin. Auch habe ich ab und an das Gefühl, dass meine Beine nachgeben und Drehungen sind nicht drin weil mir dann schwindelig wird. Auch beim gehen habe ich immer wieder das Gefühl die Welt um mich herum kippt zu einer Seite. In diesen Momenten sind dann die Gedanken um meine zukünftige Arbeitswelt hinfällig, weil ich denke dass der liebe Gott ein einsehen hat und ich bald sterben werde. Bin ich jetzt traurig darüber oder hoffnungsvoll? Ich finde es traurig nichts von dem erreicht zu haben, was ich irgendwann mal als Ziele hatte, aber ich wäre auch froh das ich diese negativen Gedanken Gefühle und vor allem die Einsamkeit nicht mehr erleben muss. Morgen steht wieder einmal ein von Einsamkeit geprägter Sonntag vor der Tür an dem ich nur vor dem Essen davon laufe und eigentlich am liebsten mit jemandem gemeinsam ein richtig schönes stück Torte essen würde und einfach was quatschen. Aber ich weiß das das nur Phantasien sind die sich nicht erfüllen, wenn ich mich nicht zu Veränderung bewegen lasse.

15.4.18 01:35

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lilly / Website (15.4.18 21:29)
Du schaffst das!
Kopf hoch,weiter kämpfen!
Du bist so stark.Schon allein dass du es bis hier hin geschafft hast
Und nein du bist nicht alleine damit!
Auch wenn es sich manchmal so anfühlt...
Gute Besserung!
Kannst mich gerne jederzeit anschreiben.

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