Zum Sterben zu viel zum Leben zu wenig.

Immer noch am Leben, aber daneben

Aufstehen. Hmm, welcher Tag ist heute eigentlich? Das ist schon am Morgen sehr deprimierend, dass ich nicht weiß welcher Tag ist, weil alle Tage gleich sind. Aber naja so ist es momentan nun einmal. Aber es ist Sonntag also raus aus dem Bett und ab zum Sport. Uff, ist das warm. Das ist wohl mit füg und recht der erste wirkliche Frühlingstag und was mache ich? Ich mache das was ich immer tue zum Sport, nach Hause zum essen, wieder zum Sport, dann nach Hause und versuchen ohne Fressanfall bis nach Hause zu kommen, Kaffeepause machen, aufs Rad für zwei Stunden und dann noch duschen und am Ende des Tages deprimiert feststellen, dass ich wieder nichts sinnvolles an diesem Tag gemacht habe. Um genau zu sein habe ich gar nichts gemacht Was wirklich schrecklich bzw sehr schmerzhaft war warder Spaziergang zurück nach Hause an der Alster entlang, denn auf Grund der Tatsache, dass heute so ein schönes Wetter war waren auf allen Wiesen und Plätzen 1.000 und mehr Leute. Alles haben in Gruppen gegrillt oder waren gemeinsam Eis essen oder haben einfach nur ihre Zweisamkeit in der Sonne genoßen. Und ICH. Ich bin alleine deprimiert und isoliert durch diese Mengen geschlichen und habe mit jeder Minute die ich all diese glücklichen Leute beobachten konnte immer mehr und mehr das Verlangen nach Eis, Torte und sonstigen Süßigkeiten verspürt. Um nicht doch noch in der nächsten Eisdiele oder Bäckerei zu landen habe ich dann die Füße in die Hand genommen und bin nach Hause marschiert. Dort angekommen hätte ich heulen können weil ich wieder alleine war und aufs Rad geklettert bin. Im Prinzip hätte ich mich gewünscht einfach mal mit jemanden in der Sonne lögen zu können und nichts tun zu müssen außer da zu sein und die Sonne auf meiner Haut spüren zu können. Aber dank meiner Krankheit und der Tatsache, dass da niemand wäre mit dem ich das tun könnte sitze ich dann doch wieder auf dem Heimtrainer. Ich hätte auch gerne mal mit jemandem ein leckeres Stück Kuchen in einem netten Café in der Sonne genoßen, aber ich weiß auch, dass es alleine nicht gut gegangen wäre, weil die Tatsache da alleine zu sitzen so schmerzend und beschämend ist, dass ich nie mit dem Kuchen zu frieden bin, dass ich die Situation möglichst schnell verlassen will und danach laufe ich dann doch von einer Bäckerei zu nächsten oder stopfe mich mit irgendwas voll damit ich das schmerzende Gefühl runter schlucken kann. All diese Erkenntnisse lassen mic in tiefe Traurigkeit sinken. Ich will so nicht mehr aber ich habe auch keine Idee was ich an die Stelle meiner Krankheit setzen könnte. Ich weiß das alles jammern sinnlos ist, aber ich weiß nicht wie ich anfangen soll daraus zu kommen. Die nächste Woche macht mir Angst, den es ist nur ein riesiger Zeitraum voller Einsamkeit und leere, die gefüllt mit dem Gefühl der Einsamkeit ist und ich weiß nicht wie lange ich es aushalte ohne wieder zu fressen, obwohl dass das letzte ist was ich will und auch das letzte was mich weiter bringt. Aber ich bin mir auch bewußt dass meine Krankheit genau darauf hin arbeitet. Mal sehen wie lange ich dagegen halten kann.

9.4.18 00:57

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Lilly / Website (9.4.18 08:23)
Kann es absolut nachvollziehen wie du dich fühlst.Was mir manchmal hilft ist Routine und kleine Ziele.Jeden Tag einen ähnlichen Ablauf zu haben ist irgendwie beruhigend.
Mein Ziel ist es jeden Tag rauszugehen,dann bin ich nicht alleine zuhause oder schleiche um den Kühlschrank.
Wichtig ist sich nicht zu viel vor zu nehmen.Denn dann ist man noch deprimierten,wenn man es nicht geschafft hat.
Lass dich nicht unterkriegen!
Wünsche dir noch einen guten Start in die neue Woche!

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