Zum Sterben zu viel zum Leben zu wenig.

Einsam, einsam, einsam

Aufstehen. Na los komm schon du musst dich darum kümmern, dass der Hauswart dir vor dem Wochenende noch einen Schreiner vorbei schickt damit dein Fenster repariert werden kann, sonst hast du nachher am Wochenende bei regen einen See in deinem Zimmer. Während ich dann auf den Schreiner warte schmeiße ich mich schon mal auf den Hometrainer, damit ich wenigstens dass schon einmal hinter mich gebracht habe. Dann als der Schreiner da war und ich auch schön zu Mittag gegessen habe und in die Stadt gehe um nach Schuhen zu suchen geht es wieder los. Sobald ich das Haus verlassen habe und die Menschen um mich herum beobachte drehen sich die Gedanken immer abwechselnd um die Angst nie wieder einen Job zu finden von dem ich leben kann weil ich einfach nichts wert bin in den Augen des ersten Arbeitsmarktes und dann die Gedanken um Eis, Kuchen, Torte und allem möglichen anderen an Essen womit ich mich vollstopfen wollte, wenn ich nicht davon zunehmen würde. Ein Fressanfall mit anschließendem erbrechen ist leider keine Option im Moment, da mir meine Schultern und mein Brustkorb auch so schon permanent weh tut. Und hier meine zweigeteilte Persönlichkeit zum Tragen kommt. Auf der einen Seite wünsche ich mit zu sterben und auf der anderen Seite habe ich Angst das mein Körper durch einen Schlaganfall oder ein Blutgerinnsel zum Krüppel wird und ich dann zwar noch lebe aber nicht mehr wirklich beweglich oder eigenständig bin. Ich bin froh als ich endlich zum Sport gehen kann. Aber auch da merke ich dass ich eine einsame isolierte Figur unter lauter fröhlichen Menschen bin, die schnell Sport machen bevor sie sich zum feiern auf machen oder einfach zu ihren liebsten zu Hause auf die Couch klettern. Dann während des Sportes tritt wieder ein Phänomen auf, dass mich in den letzten Tagen verfolgt und immer weiter deprimiert. Schon im ersten Kurs bin ich total müde und könnte so einschlafen, dann im Laufe der Stunden werde ich immer müder, ich schraube meinen Einsatz runter und ärger mich weil ich keine volle Leistung bringen kann. Schlimmer noch, Drehungen sind gar nicht drin und ich habe permanent das Gefühl nicht genug Energie zu haben, ich befürchte das meine Beine nach geben könnten oder ich mich verletze wenn ich unkonzentriert bin. Dann als ich nach dem Sport wieder zu Hause bin drehe ich mich um die Frage wie kann ich Geld verdienen? Was kann ich? Aber es ist hoffnungslos, ohne soziale Kontakte werde ich keinen Zutritt ins Leben bekommen, aber ich bekomme es auch nicht auf die Kette mich einfach mit Leuten zu treffen. Ich bin gefangen in mir, bei mir und wegen mir. Wie kann man in meinem Alter einfach mal wieder raus aus dem eingefahrenen Alltagstrott? Wie findet man Leute die nett sind und nicht nur Party machen wollen? Ich weiß ich muß mich bewegen, aber meine Krankheit hat mich so fest im Griff, dass ich mich nicht bewegen kann. SCHEIßE!!! Ich will aber ich kann nicht und ein Teil von mir will auch nicht. Aber warum? Warum musste ich krank werden warum konnte ich nicht einfach so leben wie vor meinem 18 Geburtstag. Ach ich drehe mich im Kreis 1000 Fragen auf die es keine Antworten gibt und ich weiß auch dass ich die Vergangenheit nicht ändern kann und den Moment leben muss aber das kann ich nicht. Ich haße mich für meine Untätigkeit. Das Wochenende wird wieder einmal die Hölle und ich weiß es wird sich alles wieder um Sport und Essen drehen. Lohnt es sich da überhaupt noch einmal aufzustehen? Mal sehen wie extrem bescheiden es wird.

14.4.18 01:25

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